Schwefel ist ein Nichtmetall mit der Ordnungszahl 16 im Periodensystem
der Elemente. Sein chemisches Symbol ist das S. Er tritt in einer
ganzen Reihe von verschieden Modifikationen auf. So gibt es den rhombischen
Schwefel, der auch als a-Schwefel bezeichnet wird. Er bildet rhombenförmige
Kristalle mit einer hellen gelben Farbe. Diese Modifikation ist den
meisten Menschen als der Schwefel bekannt. Durch Erwärmen bzw.
Erhitzen bilden sich weitere Formen mit anderen Farben und Eigenschaften.
So gibt es den ?-Schwefel, den ß -Schwefel oder den µ
-Schwefel, um nur einige zu nennen. Die beiden französischen
Chemiker Gay-Lussac (1778-1850) und Louis Jacques Thénard (1777-1857)
bewiesen den Elementencharakter von Schwefel. Mit Ausnahme des Platins,
des Goldes, des Iridiums, des Tellurs und des Jods, sowie aller Edelgase,
bildet der Schwefel zahlreiche chemische Verbindungen. In diesem Zusammenhang
ist beispielsweise das giftige und stechend riechende Schwefeldioxid
zu nennen, das bei der Verbrennung von Schwefel an Luft entsteht.
In der Mythologie, besonders der mittelalterlich-christlichen, war
Schwefel meist mit dem Teufel oder der Hölle verbunden. In der
Erdhülle ist der Schwefel das 15 häufigste Element, es kommt
dort auch elementar vor. Große Schwefellager gibt es u.a. auf
Sizilien/Italien, den USA, dem Irak, in Chile, Peru und Polen. In
der Kohle, dem Erdöl sowie dem Erdgas kommt Schwefel in nennenserten
Mengen vor, sodass oft aufwendige Entschwefelungen erforderlich sind.
um die Substanzen bestimmungsgemäß verwenden zu können.
Schwefel wird vor allem zu Herstellung von Schwefelsäure, beim
Vulkanisieren von Gummi oder in Düngemitteln verwendet. Im Pflanzenschutz
wird es, in Wasser gelöst, vor allem gegen Mehltau eingesetzt.
Das Schwefeln gegen Pilze und Bakterien ist z.B. beim Schwefeln von
Weinfässern bekannt, auch eine Reihe von Trockenfrüchten
werden auf diese Weise behandelt. In medizinischen Heilbädern
kommen schwefelhaltige Bäder zur Anwendung. Die Entdeckung des
Schwarzpulvers durch den Franziskanermönch Bertold Schwarz aus
Freiburg im Breisgau um das Jahr 1353/54 revolutionierte die gesamte
Kriegstechnik der damaligen Zeit. Vor dem spätgotischen Rathaus
in Freiburg erinnert übrigens ein Dekmal an den Mönch. Schwarzpulver
beteht zu 75% aus Kaliumnitrat, zu 15% aus Holzkohle und zu 10% aus
Schwefel. Für die modernen Sprengstoffe spielt der Schwefel allerdings
keine Rolle mehr. Als schwefelhaltige Mineralien sind insbesondere
zu nennen:Pyrit (Eisensulfat), Gips (Kalziumsulfat), Buntkupferkies
(Kupersulfid), Zinkblende (Zinksulfid) sowie der Bleiglanz (Bleisulfid).
Für eine Reihe von Schwefelverbindungen wurden im Rahmen des
Arbeitsschutzes Grenzwerte festgelegt. So beträgt der MAK-Wert
(Maximale Arbeitsplatz Konzentration) von Schwefelsäure: 1 mg/m3
und der von Schwefeldioxid: 5 mg/m3